Französische Weine

Wenn man anfängt sich mit Wein zu beschäftigen, dann sind es unweigerlich die französischen Weine, die eine großen Stellenwert einnehmen, denn es gibt wohl kein anderes Weinland auf diesem Planeten dessen Weinen ein derartiger Ruf vorauseilt wie Frankreich. Die französischen Weine sind seit Jahrhundert der Inbegriff für qualitativ hochwertige und herausragende Weine.

Anders als etwa in Deutschland ist es dabei in Frankreich eher unüblich Weine, egal ob Rotweine oder Weißweine, sortenrein in die Flasche zu füllen. In Frankreich steht nicht so sehr die Rebsorte im Vordergrund als mehr das „Terroir“, die Herkunft des Weines, der Boden auf dem er gewachsen ist und der Keller in dem er ausgebaut wurde.

 

Rebsorten in Frankreich

In Frankreich gibt es, ähnlich wie in Deutschland, eine große Anzahl verschiedener Rebsorten, aus denen die unterschiedlichsten Weine hergestellt werden, was auch nicht wundert, wenn man bedenkt, dass Frankreich sowohl was die Qualität, als auch was die Quantität betrifft eine der bedeutendsten Weinbaunationen der Welt darstellt. Viele der ursprünglichen französischen Rebsorten sind heute überall auf der Welt verbreitet, so etwa der Chardonnay, der Merlot oder auch der Cabernet Sauvignon und der Sauvignon Blanc.
Von den knapp 850.000 Hektar bestockter Rebfläche, die es in Frankreich gibt, sind beinahe 70 Prozent mit den verschiedenen Rotweinsorten bestockt, wobei der Merlot seit einigen Jahren den ersten Platz unter diesen roten Rebsorten einnimmt, darauf folgt der Grenache und dann die erste weiße Rebsorte mit Namen Ugni Blanc, eine besonders für die Cognacherstellung ausgesprochen wichtige Rebsorte. Zahlreiche Rebsorten sind in manchen der französischen Weinanbaugebiete vorherrschend und finden sich in anderen Regionen gar nicht oder ihr Anbau ist sogar nur in einem Weinanbaugebiet erlaubt, wie dies etwa für den in Deutschland so wichtigen Riesling gilt, der nur im Elsass und in Lothringen angebaut werden darf.
Wir stellen Ihnen hier in loser Folge die wichtigsten französischen Rebsorten vor und erläutern Ihnen die typischen Eigenschaften und sagen aus welchen Weinbaugebieten sie meist stammen:

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Pinot Noir

SpätburgunderDer Pinot Noir ist auch in Deutschland eine der wichtigsten Rotweinsorten und Ihnen daher wahrscheinlich sehr gut unter dem Namen Spätburgunder bekannt. Er liebt kontinentales und etwas kühleres Klima und findet sich daher vor allem in den östlichen Anbaugebieten Frankreichs und auch im Südosten.

 

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Gamay
Der Gamay ist eine der klassischen französischen Rebsorten, die im Anbaugebiet Beaujolais die unangefochtene Nummer eins ist und dort etwa 90 Prozent der bestockten Fläche innehält. Weitere größere Flächen finden sich vor allem an der Loire und im Mâconnais.

 

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Merlot

Merlot

Wie bereits erwähnt ist der Merlot die inzwischen wichtigste Rebsorte in Frankreich. Er stammt ursprünglich aus dem Westen des Landes und wird besonders gerne mit dem Cabernet Sauvignon gemeinsam verarbeitet.

 

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Malbec
Ein tiefes Lila bis zeichnet die Trauben des Malbec aus, der eine der ursprünglichsten französischen Rebsorten ist und über lange Zeit in beinahe allen französischen Weinanbaugebieten vertreten war. Heute findet man den Malbec hauptsächlich in der Region von Cahors. Es ist eine Rebsorte, die besonders intensive und körperreiche Weine produziert, die durch intensive Aromen von dunklen Beeren bestechen. Ideal geeignet für den Anbau sind die kalkreichen Böden im Südwesten Frankreichs und hier wird er gerne in einer Assemblage mit Merlot versehen.

 

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Syrah
Südlich von Lyon hat der Syrah seine Heimat und von hier aus hat er sich über die gesamte Welt verbreitet und wird inzwischen auch in Deutschland angebaut. Die Gründe für seinen Aufstieg sind sicherlich seine enorme Anpassungsfähigkeit und seine Vorliebe für ein eher gemäßigtes Klima.

 

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Cabernet Sauvignon
Auch der Cabernet Sauvignon bevorzugt ein eher gemäßigtes Klima und hat seine Heimat in den Weinanbaugebieten im Südwesten Frankreichs, genau dort, wo auch der Cabernet Franc und der Sauvignon Blanc beheimatet sind.

 

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Grenache
Voluminös und voll sind die Rotweine, die aus dieser Rebsorte hergestellt werden und in der Tat eher selten, denn der Grenache Noir dient vor allem für die Herstellung von Roséweinen. Er liebt ein warmes und mediterranes Klima, auch Trockenheit stellt für diese Rebsorte kein größeres Problem dar und so findet man sie vor allem im heißen Süden Frankreichs.

 

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Cinsault
Ähnlich, wie der Grenache wird auch der Cinsault primär zur Herstellung von Roséweinen genutzt und auch er ist in den Weinanbaugebieten Frankreichs beheimatet, die sich durch ein mediterranes Klima auszeichnen. Die Roséweine, die aus Cinsault hergestellt werden sind fruchtig, saftig und haben eine herrliche Lachsfarbe. Häufig wird der Cinsault auch mit Grenache und Syrah kombiniert.

 

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Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc

Frisch und fruchtig sind die Weißweine, die aus Sauvignon Blanc entstehen und sie gehören unter den Freuden der französischen Weißweine sicherlich zu den beliebtesten. Die Reben des Sauvignon Blanc bevorzugen ein gemäßigtes Klima und wasserreiche Böden. Zu finden ist diese Rebsorte vor allem im Westen und Südwesten Frankreichs.

 

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Chardonnay

ChardonnayDie ausgesprochene Anpassungsfähigkeit des Chardonnay hat ihm nicht nur einen weltweiten Siegeszug beschert, sondern auch dafür gesorgt, dass er sich in Frankreich nahezu überall wohlfühlt. Hauptsächlich wird er allerdings in den Weinanbaugebieten in der Mitte des Landes angebaut.

 

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Chenin
Chenin ist wohl eine Grand Dame unter den Rebsorten. Sie liebt ein kühles Klima und braucht dieses, um langsam zu reifen und so ihre einzigartige und facettenreiche Aromatik auszubilden. Angebaut wird Chenin daher nahezu ausschließlich in der Loireregion.

 

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Viognier
Das nördliche Rhônetal südlich von Lyon ist die Heimat dieser weißen Rebsorte, die ausgesprochen anspruchsvoll ist und nahezu ausschließlich auf Granitböden angebaut werden kann.

 

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Riesling

RieslingDer Riesling ist eine Rebsorte, die man gemeinhin erst einmal mit Deutschland in Verbindung bringt, wo sie als Königin der Rebsorten gilt. Aber auch in Frankreich ist sie sehr wohl beheimatet und wird auch hier bereits seit Jahrhunderten angebaut, allerdings ausschließlich im Elsass und in Lothringen, den östlichsten Weinanbaugebieten Frankreichs.

 

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Muscat (Muscat Blanc à petits grains)
Diese sehr eigene und spezielle Rebsorte, die ausgesprochen duftige und bukettreiche Weißweine hervorbringt ist in Deutschland unter dem Namen „Gelber Muskateller“ bekannt, obwohl sie als eine eher mediterrane Rebsorte gilt. Der Muscat mag es warm und sonnenreich und findet sich in Frankreich vor allem im Bereich des Mittelmeers, also im Süden des Landes. Erstaunlicherweise hat er sich aber auch an die Region des Elsass angepasst, wo er aber mehr und mehr durch eine andere Muskatrebsorte, die des Muscat Ottonel, ersetzt wird.