Die besten Gewürzmischungen für den französischen Grillabend

Gewürze sind etwas Wunderbares, sie veredeln jedes Gericht, sind sozusagen das Salz in Suppe, womit wir auch bereits beim ersten wichtigen Gewürz wären, dem Salz.

Salz ist im Grunde das Basisgewürz, das wir eigentlich immer brauchen, denn ohne Salz schmecken die meisten Lebensmittel ausgesprochen fade. Allerdings sollten Sie darauf achten ein gutes Salz im Haus zu haben. Zum Würzen von Fleisch eignet sich am besten ein schönes Meersalz (natürlich aus Frankreich). Es darf auch schon einmal ein aromatisiertes Salz sein – ein herrliches Rotweinsalz zum Beispiel, das gerade dunklem Fleisch einen ganz besonderen Geschmack verleiht.

bunte Pfefferkörner
bunte Pfefferkörner und andere wichtige Gewürze – Foto: ©La Pestaque

Wo der Pfeffer wächst

Das zweite Basisgewürz ist natürlich Pfeffer. Hier ist es besonders wichtig keinen schon fertig gemahlenen Pfeffer zu nehmen, der womöglich schon monatelang gemahlen in einer nicht richtig verschlossenen Dose oder einem Glas oder einer Tüte herumliegt und das meiste Aroma schon verloren hat. Besser ist es eindeutig Sie nehmen Pfefferkörner und mahlen sie frisch. Ganz wichtig beim Pfeffer ist, dass er nicht so eindimensional ist, wie man manchmal meinen sollte: Es gibt eben nicht nur die altbekannten und mit Recht auch beliebten klassischen Pfeffersorten, wie weißen und schwarzen Pfeffer; probieren Sie doch auch einmal langen Pfeffer, der schmeckt besonders gut zu dunklem Fleisch oder auch tasmanischen Bergpfeffer, er sticht hervor durch eine leichte und herb anmutende Süße mit leichter Wacholdernote. Ganz schön scharf ist der tasmanische Pfeffer übrigens auch, also Vorsicht beim Würzen!

Eigentlich zu den Ingwergewächsen gehören Paradieskörner, die auch Guineapfeffer oder Meleguetapfeffer genannt werden; in Frankreich nennt man sie „Malaguette“ oder auch „Maniguette“. Sie sind ausgesprochen pikant, recht scharf, aber haben die angenehme Angewohnheit nicht im Mund zu brennen. Paradieskörner sind übrigens auch ein wichtiger Bestandteil von Ras-el-Hanout, das wir ja schon als wichtiges Gewürz für unsere Merguez kennengelernt haben.

Nicht vergessen sollten wir an dieser Stelle natürlich auch den Cayennepfeffer: hergestellt wird er aus gemahlenen Chilis, damit ist klar, dass man vorsichtig mit ihm umgehen sollte, vor allem, wenn man ein neues Glas öffnet erst einmal vorsichtig herantasten, damit man nicht das ganze Essen deutlich zu scharf würzt.

Damit sind wir aber noch lange nicht am Ende der Pfeffer angekommen, denn vor allem für Hähnchen und anderes Geflügel ist der Voatysiperifery Pfeffer (Achtung Zungenbrecher) ein wichtiges und interessantes Gewürz. Er stammt aus Madagaskar und hat einen herrlichen intensiven Pfefferduft und dazu eine leichte Säure.

Harissa
Harissa – Foto: ©La Pestaque

Französische Gewürzmischungen für den BBQ-Genuss

Klar kann man jedes Mal, wenn man grillen möchte wieder alle Gewürzgläser, die man so hat hinstellen und sich vom Duft und vom Aussehen der verschiedenen Gewürze je nach Tagesform inspirieren lassen. Das ist aber mitunter ein bisschen aufwendig und man hat ja auch nicht immer Lust darauf. Manchmal soll es einfach ein wenig schneller gehen und da bieten sich Gewürzmischungen an. Die muss man nicht fertig kaufen, man sie auch wunderbar selber herstellen und dann einfach in kleine Gläschen füllen und so recht lange verwahren.

Sie sind übrigens auch ein schönes Geschenk für Freunde, die gerne kochen.

Wir haben Ihnen hier ein paar Gewürzmischungen für verschiedene Fleischsorten zusammengestellt und auch für kräftige Fischsorten, wie zum Beispiel Thunfisch. Viel Spaß beim Mischen und Genießen!

Apropos: Sie müssen nicht unbedingt die vollen hier angegebenen Mengen nehmen, ein Zehntel reicht vielfach für den Hausgebrauch vollkommen aus.

 

Estragon
Estragon – Foto: ©La Pestaque

Gewürzmischung für Huhn und Geflügel

30 g vom Zungenbrecherpfeffer 😉 , sprich Voatysiperifery-Pfeffer (gemahlen)

120 g schwarzer Pfeffer (gemahlen)

7 g Estragon (getrocknet)

1 Esslöffel Knoblauchpulver

1 Teelöffel Farinzucker (Sie können auch braunen Rohrzucker nehmen)

1 Teelöffel Salz (je nach Geschmack gröber oder feiner)

 

Gewürzmischung für Rind- und Schweinefleisch

120 g schwarzer Pfeffer (gemahlen)

30 g langer Pfeffer (gemörsert)

2 Esslöffel Kumin (Kreuzkümmel) (gemörsert)

1 ½ Esslöffel Koriandersamen (gemörsert)

1 Esslöffel Paradieskörner (gemahlen)

3 Esslöffel Farinzucker (ersatzweise brauner Rohrzucker)

 

 

Gewürzmischung für sehr kräftiges dunkles Fleisch (im Herbst und Winter auch für Wild geeignet)

40 g Chilipulver

60 g Koriandersamen (gemörsert)

50 g Kümmelsamen

100 g Kumin (Kreuzkümmel) (gemörsert)

15 Stücke Sternanis

20 g Cayennepfeffer

80 g getrockneter Ingwer

40 g Kaffeebohnen (gemahlen)

 

Kumin
Kumin = Kreuzkümmel – Foto: ©La Pestaque

 

Gewürzmischung für Rindfleisch – „Café de Paris“

Inzwischen kann man diese berühmte französische Gewürzmischung mit dem schönen Namen „Café de Paris“ auch in Deutschland fertig kaufen. Mehr Charme aber hat es, wenn man sie selber mischt. Hier das Rezept:
15 g getrockneter Oregano

15 g getrockneter Estragon

15 g getrockneter Majoran

40 g Cayennepfeffer

40 g Paprikapulver (edelsüß)

20 g Zwiebelpulver oder auch Zwiebelgranulat

20 g Knoblauchpulver

15 g Koriandersamen (gemörsert)

12 g Kurkuma

20 g Senfpulver

10 g Currypulver (je nach Geschmack ein schärferes oder milderes Currypulver verwenden)

45 g Farinzucker oder braunen Rohrzucker

 

Oregano
blühender Oregano – Foto: ©La Pestaque

Gewürzmischung für Thunfisch

135 g Fenchelsamen (gemörsert)

60 g Koriandersamen (gemörsert)

25 g Anis

40 g Paprikapulver (edelsüß)

15 g getrockneter Rosmarin

15 g getrockneter Majoran

40 g Zwiebelpulver oder Zwiebelgranulat

80 g Knoblauchpulver

20 g Peperoncini oder getrockneten Chili

60 g schwarzer Pfeffer

80 g Selleriesalz

1 Esslöffel Zitronensäuregranulat

90 g Farinzucker oder braunen Rohrzucker

 

Soweit unsere kleine Gewürzkunde.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren, beim Mischen und Probieren!

 

 

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