Crostinis – nicht nur eine schöne Vorspeise

Crostinis, das sind kleine leckere Häppchen, die eigentlich immer gehen. Meist kennt man sie als Vorspeise oder besser gesagt als „amuse gueule“ oder auch „amuse bouche“. Kleine Mund- oder Gaumenfreuden. Sie sind Klassiker der französischen Küche und werden in Deutschland oftmals als „kleiner Gruß aus der Küche“ bezeichnet.

Man kann sie herrlich schon in großer Stückzahl im Vorfeld vorbereiten und den Gästen damit in der Wartezeit auf den Hauptgang eine Vorfreude machen. Zudem sind sie eine nette Beigabe zum Aperitif. Irgendwie also den guten alten deutschen „Appetithäppchen“ vergleichbar.

Es gibt natürlich eine unendliche Vielzahl solcher „amuse gueule“. Mal sehr edel mit Blätterteig und Trüffel oder anderen erlesenen Zutaten und mal etwas bodenständiger und besser für das Barbecue geeignet mit einem schönen gerösteten Landbrot und etwas weniger eleganten Zutaten.

 

Wir werden hier mal einen Mittelweg einschlagen und auf jeden Fall als Basis geröstetes Brot verwenden und damit ganz klar „Crostinis“ machen. Mit dem Belag allerdings lassen wir uns etwas einfallen und machen nicht nur den Klassiker der italienischen Küche, sondern auch ein paar doch deutlich französische Rezepte.

 

Also los, es geht ans Zubereiten:

Baguette - Crostini - La Pestaque
Baguette nach einem Rezept von La Pestaque Foto: ©La Pestaque
  1. Der Klassiker: Crostini mit Tomate

Dazu brauchen wir erst einmal 12 Brotscheiben am besten von einem Baguette oder auch von einem Pain Parisienne. Am besten backen Sie einfach im Vorfeld Ihr eigenes Baguette nach unserem Baguette-Rezept.
Dann benötigen wir 2 Knoblauchzehen, etwa 6 möglichst reife Strauch- oder Cocktailtomaten, ein wenig Basilikum (nach Geschmack), ca. 75 ml Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Die Knoblauchzehen werden geschält und fein geschnitten. Die Tomaten schälen und von Kernen befreien und dann ebenfalls fein würfeln. Das Basilikum waschen und fein hacken, dann alles zusammen in eine Schüssel geben und nach Geschmack ein wenig Olivenöl hinzugeben und die Zutaten gut vermischen.

Jetzt wird das Brot in Scheiben geschnitten auf ein Backblech gelegt und mit ein wenig Olivenöl beträufelt. In der Zwischenzeit den Backofen auf 200 Grad vorheizen und dann das Backblech mit dem Brot auf die mittlere Schiene geben. Nach etwa 6-8 Minuten ist das Brot goldbraun und fertig.

Nun kann man ganz einfach mit einem kleinen Löffel die Tomaten aufs Brot geben und wer mag kann das ganze nochmals für etwa 2 Minuten abbacken.

Et voila! Fertig sind die klassischen Crostinis!

 

Crostinis mit Tapenade
Crostinis mit Tapenade Foto: ©La Pestaque

 

  1. Die Verführung aus Südfrankreich: Crostini mit Tapenade

Das Brot bereiten sie genauso zu, wie beim ersten Rezept, das ist immer die gleiche Grundlage. Das ist praktisch, denn so können Sie ihren Gästen unendliche Varianten von Crostinis anbieten.

Vielleicht haben Sie unsere Reihe zum französischen Barbecue verfolgt und haben vielleicht noch die Rezepte für Tapenade im Hinterkopf? Wenn nicht ist es auch nicht schlimm, denn die gibt es ja auch weiterhin zum Nachlesen.

Jede unsere Tapenaden können Sie wunderbar auf die Crostinis geben. Hier aber bitte anschließend nicht mehr abbacken!

 

Crostinis à la francaise mit Tapenade und andere Varianten
verschiende Varianten von Crostinis à la francaise – Foto: ©La Pestaque

 

  1. Elegant und edel: Crostini mit Foie gras

Zwei Klassiker treffen sich (oder vielleicht auch drei): Die wohl nobelsten und irgendwie französischsten aller Crostinis können Sie mit Foie gras machen, also mit Gänseleber und wenn Sie sie ganz besonders veredeln möchten, dann gönnen Sie ihnen noch einen Hauch Trüffel. C’est délicieux!

 

 

Viel Spaß beim Nachmachen et bon appétit!